1. Gebürstetes Metall
Das Drahtziehen von Metallen ist ein Oberflächenbehandlungsverfahren, bei dem durch Schleifen von Produkten Linien auf der Oberfläche des Werkstücks erzeugt werden, um einen dekorativen Effekt zu erzielen.
2. Kugelstrahlen
Kugelstrahlen ist ein Kaltumformverfahren, bei dem Kugeln auf die Oberfläche des Werkstücks geschossen werden, um Druckeigenspannungen einzuleiten und so die Dauerfestigkeit des Werkstücks zu verbessern.
3. Sandstrahlen
Beim Sandstrahlen wird die Oberfläche eines Substrats durch den Aufprall eines Hochgeschwindigkeits-Sandstrahls gereinigt und aufgeraut. Dabei wird Druckluft als Antriebskraft genutzt, um einen Hochgeschwindigkeitsstrahl zu erzeugen, der das Strahlmittel (Kupfererz, Quarzsand, Schmirgelsand, Eisensand, Hainan-Sand) mit hoher Geschwindigkeit auf die Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstücks sprüht. Dadurch verändert sich das Aussehen oder die Form der äußeren Oberfläche des Werkstücks.
4. Ätzen
Ätzen ist eine Technik, bei der Materialien durch chemische Reaktionen oder physikalische Einwirkung abgetragen werden. Der allgemein als Ätzen bezeichnete Vorgang wird auch als fotochemisches Ätzen bezeichnet. Dabei wird nach der Belichtung bei der Plattenherstellung und -entwicklung der Schutzfilm der zu ätzenden Fläche entfernt. Der Kontakt mit chemischen Lösungen während des Ätzprozesses bewirkt das Auflösen und Korrodieren des Materials und führt so zu Unebenheiten oder Aushöhlungen.
5. Lasergravur
Die Lasergravur, auch Lasermarkierung genannt, ist ein Oberflächenbehandlungsverfahren, das auf optischen Prinzipien basiert. Der Laserstrahl erzeugt eine dauerhafte Markierung auf der Oberfläche des Materials oder im Inneren transparenter Materialien.
6. EDM
Die Funkenerosion (EDM) ist ein spezielles Bearbeitungsverfahren, das den durch Impulsentladungen zwischen zwei in ein Arbeitsmedium eingetauchten Elektroden erzeugten elektrischen Erosionseffekt nutzt, um leitfähige Materialien abzutragen. Sie wird auch als Funkenerosionsbearbeitung bezeichnet und im Englischen als EDM abgekürzt. Als Werkzeugelektroden werden üblicherweise elektrokorrosionsbeständige Materialien mit guter Leitfähigkeit, hohem Schmelzpunkt und einfacher Bearbeitbarkeit verwendet, wie beispielsweise Kupfer, Graphit, Kupfer-Wolfram-Legierungen und Molybdän. Während des Bearbeitungsprozesses geht zwar auch Material von der Werkzeugelektrode verloren, jedoch ist dieser Verlust geringer als der Materialabtrag am Werkstück und oft sogar vernachlässigbar.
7. Tampondruck
Der Tampondruck ist ein spezielles Druckverfahren. Dabei werden Tiefdruckplatten aus Stahl (oder Kupfer bzw. Thermoplast) verwendet. Ein gebogener Tampondruckkopf aus Silikonkautschuk trägt die Farbe von der Tiefdruckplatte auf die Oberfläche des Druckkopfes auf. Anschließend lassen sich Text, Muster usw. mit einem einzigen Druckvorgang auf die Oberfläche des gewünschten Objekts übertragen.
8. Siebdruck
Beim Siebdruck wird Seidenstoff, Kunstfasergewebe oder Metallgewebe auf einen Siebrahmen gespannt. Die Druckplatte wird entweder durch manuelles Auftragen von Farbschichten oder durch fotochemische Plattenherstellung gefertigt. Moderne Siebdruckverfahren verwenden lichtempfindliche Materialien zur Herstellung der Druckplatte (die Löcher für die grafischen Bereiche sind durch die Siebplatte gestanzt, während die Löcher für die nicht-grafischen Bereiche verschlossen sind). Beim Druckvorgang wird die Farbe durch das Siebgewebe mittels Rakel auf den Untergrund übertragen, wodurch das Bild oder der Text originalgetreu wiedergegeben wird.
9. Thermodirektdruck
Beim Thermodirektdruck wird ein Wärmeträger auf das Papier aufgetragen, um es in Thermopapier umzuwandeln. Das Thermopapier verändert unter Hitzeeinwirkung die physikalischen oder chemischen Eigenschaften des Farbentwicklers, um ein Bild zu erzeugen.
10. Wärmeübertragung
Das Prinzip des Thermotransferverfahrens besteht darin, ein digitales Muster mit spezieller Transfertinte auf ein spezielles Transferpapier zu drucken und es anschließend mithilfe einer speziellen Transfermaschine unter hoher Temperatur und hohem Druck präzise auf die Produktoberfläche zu übertragen.
11. Lithographie
Da sich der grafische und der nicht-grafische Bereich beim Lithografiedruck auf derselben Ebene befinden, wird beim Drucken das Prinzip der Öl-Wasser-Trennung genutzt, um die Druckfarbe vom bedruckten Bereich der Druckplatte zu trennen. Die Wasserzufuhr versorgt den nicht-grafischen Bereich der Druckplatte mit Wasser und schützt ihn so vor dem Benetzen durch die Farbe. Anschließend führt die Farbzufuhr die Farbe auf die Druckplatte. Da der nicht-grafische Bereich durch Wasser geschützt ist, gelangt die Farbe ausschließlich zum grafischen Bereich. Schließlich wird die Farbe von der Druckplatte auf den Druckkopf übertragen. Durch den Druck zwischen Rakel und Gegendruckzylinder wird die Farbe vom Druckkopf auf das Substrat übertragen, um den Druckvorgang abzuschließen. Daher zählt die Lithografie zu den indirekten Druckverfahren.
12. Kurvendruck
Beim Kurvendruck wird die Tinte in eine Tiefdruckform mit eingravierten Zeichen oder Mustern eingebracht. Anschließend werden die Zeichen oder Muster auf die gekrümmte Oberfläche übertragen und mithilfe dieser auf die Oberfläche des Formteils geformt. Abschließend erfolgt die Aushärtung der Tinte durch Wärmebehandlung oder UV-Bestrahlung.
13. Heißprägen
Heißprägen, allgemein bekannt als „Heißprägen“, bezeichnet das Aufbringen von Texten und Mustern auf Materialien wie farbige Folie auf den Vorder- oder Rückdeckel von Hardcover-Büchern oder das Prägen verschiedener Buchtitel oder Muster durch Heißpressen.
14. Wassertransfer
Der Wassertransferdruck ist ein Druckverfahren, bei dem mithilfe von Wasserdruck Transferpapier oder -folie mit Farbmustern hydrolysiert wird. Der technologische Prozess umfasst die Herstellung von Wassertransferpapier, das Einweichen der Abziehbilder, die Musterübertragung, das Trocknen und das fertige Produkt.
Veröffentlichungsdatum: 18. Juni 2021