Zusammenfassung des Blechpressverfahrens für Falz und Saum

Bearbeitungsverfahren der gepressten Kante

1. Einmal zerdrückte Kante

Methode zum gleichzeitigen Abkanten: Zuerst wird die Platte mit einem 30-Grad-Biegemesser um 30 Grad gebogen, anschließend wird die Biegekante geglättet.

2. 180-Grad-Biegung:

180-Grad-Biegemethode: Zuerst die Platte mit einem 30-Grad-Biegemesser um 30 Grad falten, dann die Biegekante glätten und anschließend die Trägerplatte herausziehen.

 

Grenzabmessung der Totkante

a) Die Kante muss zweimal gebogen werden. Zuerst wird sie mit einem 30°-Scharfmesser und einer tiefen V-Nut um 30° bis 45° gebogen und anschließend mit einer Glättmatrize flachgedrückt. Der Biegebereich der Kante variiert je nach Materialstärke: 0,5 < T < 2,0

b) Die Länge (L) der Presskante hängt von der Materialstärke und der Einpresstiefe der Nut V ab. Bei 0,5 < T ≤ 1,5 wird die Einpressnut V6 gewählt, und Lmin > 5T + R (Lmin > 6). Bei 2,0 < T < 2,5 wird die Einpressnut V10 für eine tiefe Nut gewählt, und Lmin ≥ 5T + R (Lmin > 9). Die maximale Länge der Totkante Lmax beträgt in beiden Fällen ≤ 14 mm.

c) Die Länge L der gepressten, nach dem Rückbiegen entstandenen toten Kante ist durch die Einführtiefe V der Nut begrenzt, L min ≥ 11 mm

d) Der Abstand zwischen der Totkante des Lochs und der Biegekante sollte nicht zu klein sein, da sich das Loch sonst durch die Winkeländerung beim Biegen verformt: l1min > 0,7V


Veröffentlichungsdatum: 02.08.2021